Immer wieder lecker.
Créme Caramel

Gerade bei Desserts fällt mir auf, dass sich sowohl Profis, als auch Amateure mit “kreativen” Kombinationen austoben. Das ist einerseits erfreulich, denn aus solchen Experimenten entstehen ja oft auch äußerst gelungene Kreationen. Aber auch auf die Gefahr, altmodisch zu erscheinen: ich ziehe eine gute Créme Caramel jedem “Basilikumeis mit Tomatenchutney” vor. Wahrscheinlich ist die Einfachheit dieses klassischen Desserts aber der Grund für viele Köche, es nicht anzubieten.

cremecaramel

Créme Caramel

Nach einem guten Essen, das ohnehin schon sättigt, ist eine Créme Caramel ein wunderbarer Abschluss. Leicht, nicht übermäßig süß und von der Menge gerade so, dass sich immer noch ein freies Plätzchen im Magen findet.

Auch wenn die Zubereitung auf den ersten Blick einfach scheint, kann man auch hier Fehler machen. Ist der Ofen zu heiß, wird die Créme löchrig und das Ergebnis unbefriedigend.

Das Rezept reicht für 6 Portionsförmchen.

Für die Créme

0,5 Liter Vollmilch
100 gr Zucker
2 Eier
3 Eigelb
1/2 Vanillestange

Für den Caramel

100 gr Zucker
1 EL Aceto Balsamico
1 EL Butter

Da die Zubereitung sehr schnell von der Hand geht, heize ich meinen Backofen gleich auf 180 Grad Umluft vor und buttere mit dem Esslöffel Butter die 6 Portionsförmchen gut aus. Das sorgt dafür, dass sich die Créme später gut auf Teller stürzen lässt.

Für die Crémemasse wird die halbe Vanillestange der Länge nach geteilt. Ich kratze das Vanillemark heraus und gebe es mit der Milch und 100 gr Zucker in einen Topf. Die ausgekratzte Vaninllestange gebe ich natürlich auch dazu, damit sie noch etwas Geschmack abgibt. Die Masse wird kurz aufgekocht und für 10 Minuten zur Seite gestellt, damit sie ziehen kann und etwas abkühlt.

Den Zucker für den Caramel in einem Topf mit wenig Wasser zum Kochen bringen und unter Rühren karamellisieren. Der Zuckersirup soll eine schöne hellbraune Farbe bekommen. Ist dieser Punkt erreicht, gebe ich einen Schuss Balsamico in den Zuckersirup und nehme den Topf sofort von der Herdplatte. Jetzt muss es fix gehen, denn der Caramel wird sehr schnell fest! Ich gieße direkt aus dem Topf einen großen Klacks Caramel in jedes Förmchen,  so dass gerade der Boden vollständig bedeckt ist.

Während der Zucker für den Caramel auf der Herdplatte stand habe ich die 2 Eier mit den 3 Eigelb verquirlt. Die noch leicht warme Vanillemilch gebe ich jetzt durch ein Sieb in die Eiermasse und rühre mit dem Schneebesen die Masse gut durch. Die Eiermilch wird jetzt in die Portionsförmchen verteilt, die ich dann in eine kleine Reine stelle, die ich zuvor mit 2 Küchentüchern ausgelegt habe (das verhindert die Bläschenbildung in der Créme).  Seitlich mit kaltem Wasser angießen, so dass die Förmchen mindestens bis zur Hälfte im Wasser stehen. Die Reine kommt in den Backofen und die Creme kann jetzt in Ruhe stocken. Das dauert bei mir in der Regel 45 – 50 Minuten. Die Oberfläche soll dunkelgelb bis hellbraun sein. Mit einem Messer kann man gut eine Probe machen: wird es in die Creme gesteckt, soll es sauber wieder herauskommen. Lieber lasse ich die Förmchen etwas länger im Backofen, als die Temperatur zu erhöhen. Dadurch würde die Masse löchrig und die Oberfläche verbrennt schnell.

Die Förmchen lasse ich, nachdem ich sie aus dem Backofen genommen habe auskühlen und stelle sie dann einige Stunden kühl.

Zum Servieren stürze ich die Förmchen auf einen Teller. Das geht ganz leicht, wenn man den Rand mit einem spitzen Messer löst. Etwas Caramelsoße ist dann auch gleich mit dabei. Mehr brauche ich dazu nicht für einen gelungenen Abschluss eines guten Essens.

Ach ja, der restliche Caramel im Topf ist inzwischen hart und eine echte Herausforderung für die Reinigung. Am besten etwas Wasser dazugeben und so lange erhitzen, bis der Caramel wieder flüssig ist. Diesen jetzt dünnflüssigen Caramel fülle ich in eine kleine Flasche, die im Kühlschrank gelagert wird. Mit dieser Karamellsoße lassen sich viele Desserts, besonders Eis, schnell aufpeppen.

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