pasta basics – Spaghetti all’amatriciana

Nudeln esse ich für mein Leben gern, nicht nur weil Nudelgerichte oft schnell gehen. Selbst wenn es sehr aufwändig wäre, würde ich mir die Zeit nehmen. Auch wenn ein Sugo-Rezept sehr einfach erscheint, kann das Ergebnis richtig lecker oder auch sehr banal sein. Taugen die Tomaten nichts, wird der Sugo auch nicht sensationell sein. Diese amatriciana heute war einfach perfekt.

Sowohl in dem Städtchen Amatrice, als auch in Rom rühmt man sich, Erfinder der amatriciana zu sein. Dabei gibt es durchaus Unterschiede: In Amatrice schwört man auf Spaghetti und der Sugo ist ohne Zwiebeln zubereitet. In Rom sind Zwiebeln im Sugo ein Muss und statt Spaghetti gibt es üblicherweise Bucatini. Spaghetti all’amatriciana waren eines der Lieblingsrezepte meiner Ex-Frau, die längere Zeit in Rom gelebt hat. Deshalb ist klar, dass in meine amatriciana Zwiebeln gehören. Andererseits mag ich sie am liebsten mit Spaghetti. Wenn man so will also eine inneritalienische cross-over Variante.

Das gehört in meine amatriciana:

Zutatenliste für 2 Personen

2 Schalotten
60 gr Pancetta
1 Chilischote
1 Dose San Marzano
Tomaten (400 gr)
Butter
Zucker
Salz
Parmigiano Reggiano
Pecorina Romano

Natürlich kann man statt Pancetta auch einen beliebigen durchwachsenen Schinkenspeck nehmen und die billige Dose Tomaten tut es auch. Das Ergebnis ist dann eben nicht das gewünschte, denn gerade der Pancetta verleiht dem Sugo eine ganz besonderen Geschmack. Ohne Pancetta und wirklich gute Tomaten keine gute amatriciana. Also lieber nicht an der falschen Stelle sparen.

Die Schalotten in kleine Würfel und den Pancetta in feine Streifen schneiden. Die Zwiebeln in ordentlich Butter anschwitzen und den Pancetta dazugeben. Er soll etwas anbraten, aber nicht braun werden. Geben Sie auch gleich die Chilischoten dazu. Ich mag frische Chilischote lieber als getrocknete. Sie können beides nehmen. Die Getrocknete etwas zerbröseln bzw. die Frische in sehr kleine Stückchen schneiden. Die Tomaten dazugeben und mit Salz würzen. Etwas Zucker verbessert bei Tomatensoßen wie ich finde den Geschmack deutlich. Lassen Sie den Sugo jetzt ca. 20 Minuten auf kleiner Hitze sämig einkochen.

Wenn die Nudeln al dente sind, geben Sie diese in eine gut vorgewärmte Pastaschüssel. Jetzt den Sugo und 5 Esslöffel geriebenen Käse mit den Nudeln mischen. Ich nehme eine Hälfte Parmesan und eine Hälfte Pecorino Romano, einen äußerst festen und von typischen Käsekristallen durchsetzten Hartkäse aus Schafsmilch. Er ist sehr pikant und die Käsekristalle schmecken wunderbar salzig.  Lassen Sie die Schüssel 2 Minuten zugedeckt ruhen und genießen Sie den wunderbaren Duft beim Öffnen der Schüssel am Tisch.

Mir schmeckte dazu ein 2005 er Sabazio, Rosso di Montepulciano DOC der Fattoria La Braccesca und ich fühlte mich wie in der kleinen Trattoria in Rom.

PS: beim stöbern bin ich gerade auf einen sehr schönen Artikel bei lamiacucina gestoßen (über welches Rezept hat eigentlich noch niemand was geschrieben?). Das eingebundene Video hat mir gut gefallen.

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