Schmackofatz

Als ich die Idee hatte, zum Thema Essen und Kochen zu bloggen, fiel mir die Wahl des Titels nicht schwer: Schmackofatz!

Ein wunderbares, geradezu poetisches Wort, bei dem ich mir schon die Lippen lecke, wenn ich es höre. Gelesen habe ich es vermutlich das erste Mal bei Wolfram Siebeck, der seine Gerichte manchmal einen großen Schmackofatz nennt. Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Lecker, wohlschmeckend, delikat, …; was ist das gegen einen Schmackofatz? Nichts ist passender für wirklich gutes Essen, an das man sich noch lange danach erinnert. Danke Wolfram, für diesen wunderbaren Begriff, der konzentriert wie ein alter Balsamico einfach unsagbar lecker ist.

Aber war es Wolfram Siebeck der den Schmackofatz erfand? Ich wollte es genau wissen und habe recherchiert. Woher kommt der echte Schmackofatz wirklich? Bei Google fand ich 93.700 Ergebnisse. Da sich offensichtlich die Wissenschaft zwar mit allem Möglichen und Unmöglichen beschäftigt, aber nicht mit den wirklich wichtigen Dingen im Leben scheint der Schmackofatz nicht besonders gut erforscht.

Aufgetaucht ist Schmackofatz in dem recht abgefahrenen italienischen Film „Als die Frauen noch Schwänze hatten“ aus dem Jahr 1970, der im Lexikon des Internationalen Films wie folgt besprochen ist:

kindischer Steinzeit-Sexklamauk, stellenweise geschmacklos und ordinär

Die Bedeutung von Schmackofatz war in diesem Film zwar deutlich reduzierter aber im Kern nicht anders als heute: (gutes) Essen. Die Schmackofatz Szene ist trotz der (berechtigten) schlechten Kritiken für den Film scheinbar so beliebt, dass man auf YouTube einen Clip findet, der möglicherweise den historischen Ursprung des Schmackofatz belegt. Die Qualität ist zwar miserabel, aber so ist das nun mal bei alten Fundstücken. Nix HD. Here we go!

Über meine anderen Fundstücke zum Schmackofatz werde ich immer mal wieder im Blog berichten, ebenso wie über meine wohl nie endende Suche nach dem ultimativen Schmackofatz!

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